Sicherheit im Unternehmen durch Datenschutzbeauftragten

Warum ein Datenschutzbeauftragter?

10. Februar 2017
Verfasst von Sarah Schaudel

Wer braucht einen Datenschutzbeauftragten?

Jedes Unternehmen, das personenbezogene Daten automatisiert verarbeitet muss einen Datenschutzbeauftragten bestellen, wenn mehr als neun Personen mit diesen Daten arbeiten.

Was sind personenbezogene Daten?

Das Bundesdatenschutzgesetzt (BDSG) hat dies in §3 definiert:

  • Personenbezogene Daten sind Einzelangaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse einer bestimmten natürlichen Person (Betroffener).
  • Automatisierte Verarbeitung ist die Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung personenbezogener Daten unter Einsatz von Datenverarbeitungsanlagen.
  • Eine nicht automatisierte Datei ist jede nicht automatisierte Sammlung personenbezogener Daten, die gleichartig aufgebaut ist und nach bestimmten Merkmalen zugänglich ist und ausgewertet werden kann.
  • Erheben ist das Beschaffen von Daten über den Betroffenen.
  • Verarbeiten ist das Speichern, Verändern, Übermitteln, Sperren und Löschen personenbezogener Daten.
  • Nutzen ist jede Verwendung personenbezogener Daten, soweit es sich nicht um Verarbeitung handelt.
  • Anonymisieren ist das Verändern personenbezogener Daten derart, dass die Einzelangaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse nicht mehr oder nur mit einem unverhältnismäßig großen Aufwand einer bestimmten natürlichen Person zugeordnet werden können.

Welche Aufgaben hat der Datenschutzbeauftragte?

Der Datenschutzbeauftragte ist für die Einhaltung der geltenden Datenschutzregelungen verantwortlich. Neben dem BDSG muss er alle Datenschutzregelungen und deren Auslegung kennen.

Da die Regelungen immer komplexer werde, steigt der Aufgabenbereich stetig. Der Datenschutzbeauftragte trägt also eine große Verantwortung im Unternehmen. Er ist in der Ausübung seiner Fachkunde weisungsfrei und unabhängig von Vorgesetzten. Das Aufgabengebiet besteht aus:

  • Durchführung der Vorabkontrolle
  • Prüfung und Kontrolle der Datenschutzmaßnahmen
  • Überwachung der ordnungsgemäßen Anwendung der Datenverarbeitungsprogramme
  • Optimierung bestehender Maßnahmen
  • Unterweisung und Schulung der Mitarbeiter
  • Erstellung eines Tätigkeitsberichts und ggfls. verfassen von Handbüchern

Wer kann Datenschutzbeauftragter werden?

Es gibt keine geregelte berufliche Ausbildung oder Studiengänge zum Datenschutzbeauftragten. Es werden Schulungen und Lehrgänge zum Thema angeboten. Um den komplexen Aufgaben in der Berufspraxis gewachsen zu sein, ist es für den Datenschutzbeauftragten notwendig, sich kontinuierlich weiterzubilden.

Eine Benennung des Datenschutzbeauftragten kann intern oder extern erfolgen, allerdings müssen Interessekonflikte dabei unterbunden werden, z.B. wenn Geschäftsführer, Personaler oder IT-ler sich selbst kontrollieren müssten. Voraussetzung für die Benennung ist zudem die erforderliche Fachkunde und Zuverlässigkeit.

Warum Datenschutz?

Beim Datenschutz geht es nicht wie man annehmen könnte um den Schutz der Daten sondern um den Schutz der Person, der die Daten zugeordnet werden:

  • Schutz vor Verlust der Privatsphäre
  • Schutz vor Kriminalität
    z.B. Kreditkartenbetrug, Industriespionage
  • Schutz vor Überwachung
    "gläserner Mensch" gegenüber dem Staat
  • Schutz vor Bewertung
    z.B. vorgefertigte Meinung bei Bewerbung

Ein Datenschutzbeauftragter schafft Sicherheit im Unternehmen

Zum einen stärkt er die Rechte der Mitarbeiter, bspw. in Bezug auf Brief- und E-Mail-Geheimnis, unzulässiger Überwachung oder unzulässiger Einträge in der Personalakte.

Zum anderen stärkt er die Rechte der Kunden, indem er für den datenschutzrechtlichen Umgang mit den Daten sorgt.

Externer Datenschutzbeauftragter

Wir von InterConnect haben uns für eine externe Benennung entschieden: Dr. Ralf Schadowski, der uns aktuell zum jährlichen Datenschutz-Audit im Unternehmen besucht.

 

 

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