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Sicherheitsrisiko veraltete Betriebssysteme

30. Juli 2019
Verfasst von Julia Schreiber

Visualisierung End of Support von Microsoft Betriebssystemen

Bild: © InterConnect / Pixabay

Bluekeep. EternalBlue. Zwei kritische Sicherheitslücken – aber nur für veraltete Betriebssysteme. Für die Bluekeep-Schwachstelle, die für wurmartige Angriffe aus der Ferne ausnutzbar ist, hat das BSI bereits mehrere Warnungen veröffentlicht. Neuere Systeme sind hingegen nicht anfällig.

Warum ist das Thema relevant? Statistiken zeigen: Ältere Betriebssysteme sind eher die Norm als die Ausnahme. Windows 10 ist erst seit Jahreswechsel das Betriebssystem mit den meisten Nutzern (39 Prozent). Dabei ist diese Version bereits seit 2015 auf dem Markt.

Win7 & Co: Kein Support, keine Sicherheit

Wenn Microsoft Anfang Januar 2020 den erweiterten Support für Windows 7 einstellt, sind anschließend weder technische Unterstützung noch Updates zum Schutz des PCs verfügbar. Zumindest nicht kostenfrei: Wer nach dem 14. Januar Sicherheits-Updates für das Betriebssystem und seine Komponenten erhalten möchte, muss zahlen. Abgerechnet wird pro Gerät mit jährlich steigenden Kosten.

Der Internet Explorer 11 wird aus Gründen der Abwärtskompatibilität weiterhin unterstützt (Version 10 nicht!), dennoch lautet die Empfehlung des Softwareherstellers, Microsoft Edge als Standardbrowser zu verwenden.

Auch Exchange Server 2010 und Windows Server 2008 stehen Anfang kommenden Jahres vor dem Supportende. Das Computerfachmagazin c’t rechnet mit einer halben Milliarde Geräte, die dann mit den genannten Systemen laufen.

Neue Architektur und Support-Zyklen

Viele Unternehmen tun sich schwer mit der Umstellung – zum einen weil die Migration mitunter ein Kraftakt ist und zum Beispiel Kompatibilitätschecks erforderlich sind. Auch Anwender müssen sich anschließend an eine neue Oberfläche und Funktionen gewöhnen.

Skepsis herrscht auch, weil Microsoft mit Windows 10 die Produktstrategie verändert: Künftig gibt es halbjährlich eine neue Version – für Prüfungen wie die zur Abwärtskompatibilität bleibt IT-Abteilungen also weniger Zeit (dabei laufen 95 Prozent der Anwendungen unter Win 7 auch unter Win 10 einwandfrei). Microsoft möchte mit kürzeren, flexibleren Zyklen schneller auf Marktanforderungen reagieren – und auch sicherheitsrelevante Aspekte sollen zügiger angegangen werden.

Für Unternehmen gilt es, in den nächsten Monaten ihre Systeme zu aktualisieren. Windows 7 stammt noch aus einer Zeit, als das iPad Zukunft war und Android 2.0 gerade frisch auf den Markt kam. Als Windows Server im Jahr 2009 veröffentlicht wurde, waren beispielsweise mobile Navigationsdienste über das Handy der neueste Schrei – für rund zehn Euro im Monat. Und hier würden Sie vermutlich auch nicht zurück in die Vergangenheit gehen wollen, oder?

 

Offizielle Infos von Microsoft

 

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